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Erinnerungs-Steele der Familie Eccard auf dem Grab von Hannelor
Eccard, Mutter unserer Chorleiterin Regine Eccard, die alle beim
Flugzeugunglück über dem Atlantik an Pfingsten 2009 verunglückten.



 


 

Letzter Auftritt mit Regine Eccard im Mai 2009


 


 


 



 

rleitung:
Jasmin Bachmann

Singchorvorstand:
Werner Gotsch

 

Schatzmeister:
Michael Mack

Notenwart:
Wolfram Bott


Stimmführer I. TENOR:

Wolfgang Richter

Sänger im I. TENOR:

Ralf Behrens, Wolfgang Richter, Georg Schmid,
Franz Stanka,

Viktor Nachtrieb, Winnenden


Stimmführer II. TENOR:

Rainer Krahn

Sänger im II. TENOR

Joachim Harter,
Rainer Krahn,

Hermann Wildermuth,
Norbert Fallaschek,

Kurt Heckeler, Remseck
Erich Ohlig, Stuttgart
Hubert Vogel, Stuttgart


Stimmführer I. BASS:

Werner Gotsch

Sänger im I. BASS

Wolfram Bott,
Josef Engler,

Werner Gotsch,
Dieter Grieshaber, Ernst Jäckle,
Michael Mack,

Wolfgang Weller

Horst Rapp, Soest


Stimmführer II. BASS:

Manfred Morlock

Sänger im II. BASS

Bernhard Maurer,
Manfred Morlock, Gerhard Rehm,
Joachim Siener

Oskar Tschritter, Stuttgart
Dieter Weingardt, Stuttgart


Bei unseren Auftritten begleitet uns Andreas Bähr, 

Chorleiter im Kolpingchor Bad Cannstatt,

auf dem Flügel . oder Klavier.


Nur eine Frau drunter, aber die gibt den Ton an
Von Sabine Reichle (Winnender Zeitung)

Gruppen, die neugierigen Auges durch Winnenden ziehen, gibt es ja zuhauf: Vom Feuerwehrmuseum über den Marktplatz zum Jakobusaltar, dazwischen eine gemütliche Einkehr auf ein Viertele. Den Herren, samt weiblicher Gefolgschaft freilich, die am Wochenende die Stadt besuchten, gebührt selbst ein bisschen Aufmerksamkeit. Wann hat man schon zwei Dutzend Meister der Bauzunft zu Gast. Zudem solche, die nicht nur als Architekten oder Ingenieure Bauwerke errichten, sondern in ihrer Freizeit als Tenor und Alt kleine Meisterwerke des Gesangs in die Welt trillieren: Der "Singchor Bauhütte Stuttgart 1880" gab sich die Ehre, am Bahnhof erwartet von den Winnender Bauhüttemitgliedern Karl-Eugen Riedlinger und Viktor Nachtrieb. Wer bei Bauhütte an die legendären Institutionen denkt, die Bauwerke wie das Ulmer Münster schafften, liegt nicht ganz falsch. Geometer Bernhard Maurer, seines Zeichens im Vorstand der Sangesfreunde, erzählt beim zweiten Frühstück im Feuerwehrmuseum aus der Geschichte des Chores und der Vereinigung der Schaffenden im Bauhandwerk. 1860 wurde die "Bauhütte Stuttgart" gegründet. Die Mitglieder hatten sich den Idealen der Weiterentwicklung in der Baukunst verschrieben, verstanden sich als Forum, in dem sich Männer verschiedener Professionen austauschen konnten. Heute hat der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure bundesweit rund 26.000 Mitglieder. Immer noch stehe der Austausch und die Geselligkeit im Vordergrund, berichtet Maurer.

Nach der Gründung der "Bauhütte Stuttgart" dauerte es keine 20 Jahre, bis sich die Mannen auch in geselliger Runde zum Singen trafen. Exklusiv im Gründungsjahr - der Singchor war damals schon der einzige Baumeister-Chor Deutschlands - exklusiv im Jahr 2003: Die singenden Bauleute sind auch heute noch einzigartig. Was, so sieht es Maurer, auch eine besondere Verpflichtung sei: Ein Männerchor wollen sie bleiben, auch wenn der Nachwuchs immer mehr ausbleibt. Einzig an ihrer Spitze dulden sie eine Frau. Die auserwählte Dirigentin darf freilich die Manner anführen und den Ton vorgeben.

 Zurück ins Feuerwehrmuseum, Helmut Pflüger steht mit zwei Helferinnen längst parat, um die Sängerschar zu begrüßen. Brezeln werden dick mit Butter bestrichen, der Trollinger gluckert ins Viertelesglas. Die Kehlen wollen geschmiert sein, der Tag wird lang. Die Mannen danken es den gastfreundlichen Winnendern: "Treu der Baukunst immerdar" schmettern sie in die Morgenluft und heben das Glas zum Auftakt eines Winnender Tages.

Heute nämlich wollen sie nicht ans Schaffen denken. Das Singen, so weiß es Viktor Nachtrieb, Winnender Architekt und als erster Tenor heuer für den jährlichen Ausflug zuständig, sei nämlich auch "eine Ablenkung vom täglichen Geschäft". Dabei treffen Bauleute ja stets auf Zeugnisse ihrer Kunst: Der wunderbar zum Feuerwehrmuseum umgebaute alte Güterbahnhof, ein Zeugnis aus dem Jahr 1875, steht unter Denkmalschutz, die Schlosskirche, die mittags auf dem Programm steht, ist ebenfalls ein architektonisches Kleinod. Und auch durch die Dachziegelwerke Pfleiderer werden die Herren offenen Auges gegangen sein. Von der Kunst ein Dach zu decken könnten sie im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied singen.

Eines aber sind sie heute: Gänzlich frei vom Stress der Baustellen, befreit vom Druck der Bauherren. Vorerst nippen sie am ersten Viertele und lauschen dem, was ihnen Pflüger in seiner unnachahmlichen Art zum Besten gibt. Und im Haus der Feuerwehr, da können nicht nur die kleinen Buben staunen. Da gehen selbst gestandenen Männern und mitgereisten Frauen die Augen über. Drehleitern, Löschfahrzeuge aus dem vorletzten Jahrhundert, lederne Löscheimer aus Tailfingen, mit denen die tapferen Männer anno 1869 versuchten, dem Feuer zu wehren. In Vitrinen kann einer die Zeitläufe an Hand der Brandmeldegeräte ablesen: Von den Alarmtrommeln unserer Ururgroßväter zu den modernen Brandmeldern. Kinder, wie die Zeit vergeht, Pflüger schmunzelt und erzählt, dass in seiner Jugendzeit noch das Alarmhorn im Einsatz war: "Feuerwehr komm schnell herbei, es brennt, es brennt!" Geschichte ist auch der Herr auf dem Bild, das die Feuerwehr im letzten Jahr aus den Fluten der Flüsse gerettet hat. Walter Ulbricht schwamm ihnen beim Abpumpen entgegen. "Nehmen sie ihn mit", meinte der Besitzer trocken, "wir haben ihn lange genug gehabt." Die Sänger gucken und staunen und heben zum Dank nochmal an: "Meister, gib Geld zu Wein und Bier. Das ist der Gesellen beste Manier."



 


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Zähler installiert am 21. September 2004